Der Ruhestand: Zeit für den Garten – aber auch für finanzielle Planung

Der Übergang vom Berufsleben in den Ruhestand ist für viele Menschen mit gemischten Gefühlen verbunden. Einerseits eröffnet sich endlich die Möglichkeit, sich intensiv den schönen Dingen des Lebens zu widmen und sich etwa mit der Gartengestaltung zu beschäftigen. Andererseits stellt sich die Frage, ob das geringere Einkommen im Rentenalter ausreicht, um Haus und Garten weiterhin finanzieren zu können. Zudem rückt das Thema Besteuerung von Renteneinkünften in den Fokus. Der Fiskus bleibt ein finanzieller Aspekt des Rentendaseins und kann eine Last sein, mit der niemand rechnet.

Besteuerung der Rente

Altersbezüge sind steuerpflichtig. Die Höhe der Abgaben richtet sich nach verschiedenen Faktoren, und die Berechnung ist komplex. Je nach Zeitpunkt des Renteneintritts verschiebt sich der steuerpflichtige Anteil der Rente. Wer im Jahr 2023 in den Ruhestand ging, muss 82,5 % versteuern. Dieser Anteil steigt jährlich um 0,5 % an. Der Steuerfreibetrag für Rentner liegt bei rund 24.000 € für Verheiratete und die Hälfte für Alleinstehende. Einkommen bleiben bis zu dieser Grenze steuerfrei. Wer vorgesorgt hat und über Mieteinnahmen und Kapitalerträge zusätzliche Einnahmen hat, muss diese auf das Gesamteinkommen anrechnen. Es kann daher sein, dass Rentner auch bei einer niedrigen gesetzlichen Rente steuerpflichtig werden.

Sozialabgaben im Ruhestand

Zur Einkommenssteuer kommen auch Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung auf Rentner zu. Diese werden direkt von der Rente einbehalten. Der allgemeine Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung und der Zusatzbeitrag der jeweiligen Krankenkasse werden von Rentnern zur Hälfte getragen. Da gibt es keinen Unterschied zur Erwerbstätigkeit. Auch der Beitragssatz zur Pflegeversicherung muss gezahlt werden, einschließlich des Zuschlags für kinderlose Rentner.

Kosten für Haus und Garten

Der Erhalt eines Eigenheims bringt auch im Alter kontinuierliche Ausgaben mit sich. Dazu zählen Instandhaltungskosten für Reparaturen am Haus, Nebenkosten für Heizung, Wasser oder Müllabfuhr und weitere Ausgaben. Es sollte auch immer Blick behalten werden, dass im Alter die Gartenarbeit mühsam werden kann. Eventuell muss für körperlich schwere Aufgaben ein Gartenservice in Anspruch genommen werden. Dem gegenüber steht der Wegfall der Aufwendungen für berufliche Dinge. Ausgaben für Benzin, auswärts Mittagessen und Kleidung für berufliche Zwecke fallen weg. Es ist ratsam, sich frühzeitig einen detaillierten Überblick über Ausgaben im Rentendasein zu verschaffen und rechtzeitig Rücklagen zu bilden.

Auch ein Teilverkauf der Immobilie kann eine Option für einen entspannteren Lebensabend sein. Wer sich informiert und die Konsequenzen aus der Besteuerung der Rente einplant, kann zeitnah reagieren. Die zu erwartende Rente mit den möglichen Rentenanpassungen wird jährlich zugestellt und ist eine recht gute Berechnungsgrundlage. Es lohnt sich, mögliche Szenarien durchzuspielen. Welche Auswirkungen haben etwa ein früher Renteneintritt und eine Nebentätigkeit im Ruhestand? Eine detaillierte Haushaltsplanung aus zu erwartenden Renteneinkünften, der damit verbundenen Steuerlast und fortlaufenden Kosten für Haus und Garten hilft dabei, finanzielle Engpässe zu vermeiden.


Bildquelle Titelbild:

  • Halfpoint/shutterstock.com
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