Teilung von Zwiebeln, und Knollen z.B. Tulpen, Lilien, Pfingstrosen, Dahlien

Narzissen-Zwiebelm Tulpen
Narzissen Lilien Tulpen

 

Die Teilung von Zwiebeln ist die einfachste Art von Vermehrung. Betrachtet man z.B. eine gut entwickelte Narzissenzwiebel etwas genauer, so entdeckt man häufig seitlich an der Basis eine Anzahl kleinerer Zwiebeln. Die Narzissenzwiebel kann auch aus mehreren größeren Einzelzwiebeln bestehen, die dicht aneinander liegen. Die Ausbildung von kleinen seitlichen Zwiebeln, sogenannte Brutzwiebeln, ist für die meisten Zwiebelgewächse die natürliche Art der Vermehrung.
Man kann diese Brutzwiebel abbrechen und diese Teilstücke in guter Erde einpflanzen. Sie wachsen so schneller heran, als wenn sie an der Mutterzwiebel bleibt. Diesen Vorgang kann man stets wiederholen und hat bald einen rasch zunehmenden Bestand.

Vermehrung von Lilienzwiebel

Lilienzwiebel Im Anzuchtkasten bewurzelt die Schale
Lilienzwiebel Lilienschalen  im Anzuchtkasten Lilien im Anzuchtkasten mit ersten Trieb

 

Eine weitere, verhältnismäßig einfache Ar der Vermehrung ist die durch Zwiebelschuppen oder Schalen. Man kann sie beispielweise bei Lilien anwenden.  Die Lilienzwiebel besteht aus einer Anzahl fleischiger, übereinander liegender, sehr nähstoffreicher Schalen. An ihrer Basis befindet sich jeweils eine Knospe oder, wenn diese nicht deutlich  erkennbar ist, zumindest die Anlage dazu. Trennt man die zusammenliegenden Schalen oder Schuppen voneinander, am besten sofort nach der Blüte, und pflanzt sie in Erde (eine Mischung aus Kompost, Sand und Torf zu gleichen Teilen ) so kommt diese Knospe zur Entwicklung. Um diesen Prozess in Gang zu bringen, sind anfangs etwa 18 Grad erforderlich. Sowie aber ihr Wachstum beginnt, kann man sie kühler halten und auch nach draußen pflanzen. Sie ist auch zu diesen Zeitpunkt widerstandsfähig gegen strengen Frost. Bis zum blühen kann es aber mehrere Jahre dauern.

Vermehrung von Knollen ( Dahlien, Pfingstrosen )

Dahlienblüte Dahlien Dahlienknolle 

 

Pfingstrosen, Dahlien und  zahlreiche andere Pflanzen bilden an ihrer Sprossbasis mehr oder weniger umfangreiche Knollen verschiedener Art in denen Nahrungsreserven gespeichert sind, aus denen sich Sprosse und Wurzeln entwickeln können.
Die Knollen kann man zur Vermehrung der Pflanzen verwenden. Pfingstrosen z.B., die sich nur ungern verpflanzen lassen, kann man alle paar Jahre auf diese weise vermehren. Man gräbt die Pflanzen im Herbst aus und wird erkennen, dass oberhalb der Knollen schon die Knospen für die nächste Wachstumsperiode vorhanden sind. Nun teilt man die ausgegrabenen Knollen in mehrere Einzelstücke und überzeugt sich davon, das auch jedes Stück einige Sprossknospen aufweist. Man pflanzt die Teilstücke 3 bis 5 cm tief in eine nahrhafte gut durchlässige Erde. Sie werden rasch austreiben .Dahlienknollen zur Vermehrung nicht auseinander reißen sondern mit dem Messer teilen. Die Teilstücke in humoser Erde in den Garten pflanzen.
Dahlien kann man auf diese Art auch vermehren, obwohl die Stecklingsvermehrung im Frühjahr üblicher und effektiver ist.
Aus einer Knolle kann 10 bis 20 Stecklinge gewinnen. Ende Januar, Anfang Februar kann man mit dieser Art Vermehrung anfangen. Optimal ist ist ein Treibhaus mit beheiztem Anzuchtkasten. In der Wohnung am Fensterbrett ist nicht so optimal da die Temperatur meistens zu hoch und zu wenig Licht ist.
Die Knollen in den Anzuchtkasten legen, leicht mit Erde bedecken und feucht halten. Die Temperatur sollte 15 grad betragen. Nach 2 bis 3 Wochen zeigen sich die ersten Augen an den Knollen, die sich zu trieben entwickeln. Die Triebe ab 3 cm Höhe abzupfen (nicht schneiden ) und in eine Kiste mit feuchter Anzuchterde ( drei teile Sand, ein teil Torf ) stecken und mit Vlies oder Plastikfolie abdecken. Regelmäßig die erde feucht halten, ausreichend Licht und Wärme und nach 14 Tagen zeigen sich die ersten Wurzeln an den Stecklingen. Die Stecklinge erst nach den eisheiligen in den Garten bringen. Die bewurzelten Stecklinge bilden im Laufe der Saison auch schon wieder eine Knolle.  
In unseren Breiten sollten die Dahlienknollen im Herbst vor den ersten Frösten bei möglichst trocknen Wetter herausgenommen und kühl, frostfrei und trocken gelagert werden.   

Wichtig als erstes, der Lagerraum muss natürlich frostfrei sein. Entscheidend ist aber die Temperatur, da die meisten heutigen Keller zu warm sind und die Dahlien austrocknen, kann man die Knollen in Torf oder Sand einschlagen, den man von zeit zu Zeit etwas anfeuchtet. Ist die Ideal Temperatur von 5-7 Grad zu erreichen legt man die Knollen auf Drahtgittern (damit sie Luft bekommen ).Man sollte sie aber ein paar mal umschichten und von Erdresten entfernen. Auch die Kontrolle von Fäulnis und Schimmel ist zu achten.
Man kann sie auch wenn man nicht genug Platz hat auf Holzborde legen, in aufgehängten Plastiksäcken mit großen Luftlöchern oder in Holzkisten mit Zeitungspapier legen. Eine regelmäßige Kontrolle ist auf jeden Fall ratsam. Die Knollen aber keinesfalls in Plastik-Kisten lagern (durch den Luft-Abschluss können sie faulen). Noch ein guter Tipp, beim Herausholen im Herbst die Knollen auf dem Boden einige Stunden lufttrocknen lassen (nicht bei Frost ) und nicht die ganze Erde an den Knollen entfernen. Die Erde schützt sie vor dem Austrocknen.