Vorbereitung zum  Schneiden von Tabakblätter

 


Der Stunk muss vor dem zerkleinern des Blattes entfernt werden Mit einem scharfen Messer wird der Strunk entfernt Ein glatter Schnitt
Diese Strunk müssen entfernt werden Mit einem scharfen Messer wird der Strunk entfernt Ein glatter Schnitt


1. Vorbereitung der Tabakblätter:

 

Um einen gleichmäßigen Feinschnitt zu erhalten, müssen die Tabakblätter die richtige Feuchtigkeit besitzen. Wenn die Blätter in der Hand brechen, sind sie zu trocken. Zu trockene Blätter können auf verschiedene Weise "griffig" gemacht, also richtig angefeuchtet werden:
Die Tabakblätter werden zusammen mit einem feuchten Tuch in Stoff einschlagen und mehrere Stunden liegen gelassen. Die Blätter werden kurz über Wasserdampf (kochendes Wasser) gehalten. Sie können auch mit einem Zerstäuber leicht angesprüht werden. Die erste Möglichkeit, das Einwirken der Feuchtigkeit über mehrere Stunden, liefert die besten Resultate. (Deck- Umblätter)
2. Entrippen der Tabakblätter:
Die Blätter müssen vor dem Schneiden entrippt werden, indem die Hauptrippe mit einem Messer entfernt wird. Die Hauptrippen beeinträchtigen den Geschmack negativ und können die Schneidemaschine blockieren. 
3. Schneiden der Tabakblätter:
Nicht mehr als 2 Blätter aufeinander legen und vorsichtig durch die Schneidemaschine drehen. Sollte die Maschine infolge zu dicker Blattrippen blockieren, müssen die eingelegten Blätter wieder rückwärts herausgedreht und die groben Blattrippen entfernt werden. Die Blätter dürfen nie mit Gewalt durch die Maschine gedreht werden, da die Feinschneidemaschine dadurch beschädigt werden kann! Der fertige Feinschnitt wird mit der Hand leicht auseinander gezogen.
4. Aufbewahrung des Feinschnitts:
Dunkel und feucht aufbewahren. Am besten immer nur den Bedarf für einige Tage schneiden und eine Holzkiste oder einen Humidohr (Holzkasten mit Feuchtigkeitsregulierung) zur Aufbewahrung verwenden.


Die Vorbereitung zum Tabakschneiden Die Tabakmaschine im Einsatz Die Tabakblätter müssen feucht sein zum schneiden
Die Vorbereitung zum schneiden Die Tabakmaschine im Einsatz Die Tabakblätter müssen feucht sein beim schneiden


Schneiden und Schnittarten

 

Ein weiterer wichtiger Schritt in der Tabakaufbereitung ist das "Schneiden". Dies erfolgt heutzutage maschinell. Und doch entdeckt man hier und da, für ganz besondere Mischungen, noch einen "Schwanenhals" (Wiegemesser), das traditionelle Tabakschneidemesser.

Der Schnitt ist im Übrigen ein Qualitätsmerkmal und äußerst wichtig im Hinblick auf die Pfeife, in der er später zum Einsatz kommt. Je gröber der Schnitt, desto zaghafter das Glimmverhalten. Eine guter Mischung entfaltet sein Geschmacksvolumen in ganzer Breite.

Nach dem Schneiden wird das Tabakgut erneut getrocknet, um seine Feuchtigkeit auf etwa 15 % zu reduzieren.  

Danach ist es an der Zeit für, die Veredelung mit köstlichen Aromen: exotische Fruchtextrakte, Rum und Whisky, Pflaumen, Zimt und süße Vanille. Mit dem Veredlung erhält die Mixtur ihre charakteristische "Duftnote", die sich beim Rauchen als feine "Raumnote" mitteilt.. 

Die bekannten Schnittarten und -breiten:

Feinschnitt:  0,8 bis 1,5 mm

Krüllschnitt: 1,5 bis 2,25 mm

Mittelschnitt: 2,25 bis 3,5 mm

Grobschnitt: Über 3,5 mm

 

Mit der Tabakschneidemaschine eine einfache Arbeit Der Tabak nach dem ersten Durchlauf in der Maschine Nach nochmaligen Schnitt
Grob und Feischnitt Der Tabak (Grobschnitt) nach den ersten Schnitt Der Feinschnitt


Was ist was?

                  

  (1) Virginia:

Ursprünglich nur in Virginia, USA, beheimatet, wächst diese berühmte Tabaksorte heute in allen wichtigen Anbaugebieten. Seine goldgelben Blätter haben einen leichten, süßen Charakter. Die besten Virginia-Tabake kommen direkt aus Virginia, Brasilien, und Zimbabwe. Sie werden dort in beheizten Schuppen heißluftgetrocknet. 

  (2) Burley:

Aus verschiedenen Tabakanbaugebieten kommend, gibt dieser luftgetrocknete Tabak vielen Mischungen den weichen, süßaromatischen Geschmack. Die rötlich-braunen Blätter haben einen leichten Kakaoduft und nehmen durch ihren schaumigen  Charakter die Aromastoffe besonders gut auf. Der beste White Burley wächst in Kentucky und Tennessee, USA. 

  (3) Kentucky:

 Angebaut in Kentucky. Durch seine aromatische und kräftige Würze, wird er gern als Beimischung verwendet. Der darkfired  Kentucky wird als grünes Blatt über schwelender Glut von          Hickory-Holz getrocknet. Dadurch erhält er seine typische,  rauchige Note und sein mittelschweres Aroma. 

  (4) Orient:

Die kleinblättrige, gelblich-grüne Tabaksorte wird nur im östlichen  Mittelmeerraum angebaut. Das begrenzte Anbaugebiet, ihre Kleinwüchsigkeit, ihr edles Aroma und die aufwendige Bearbeitung            machen sie kostspielig. Die begehrten, sonnengetrockneten  Blätter sind reich an ätherischen Ölen. Dadurch brennt der Tabak  langsam und gleichmäßig ab. 

  (5) Für Beimischungen:

Luftgetrocknete Tabake aus Maryland sind luftig und süß. Latakia  und Périque geben als dunkle Würztabake eine sehr eigene Note. Der Latakia wird über schwelender Glut aus speziellen Hölzern      geräuchert. Die grünen Blätter des Périque reifen über einen  längeren Zeitraum in Holzfässern heran.