Fermentieren von Tabakblätter

 


Tabakblätter vom Trocknen    bis   zum  fertigen   dunkel  braunen Blatt


Die Fermentation 

Abhängig von der Art ihrer Trocknung werden die Tabake bestimmten Fermentationsprozessen unterworfen. Die Fermentation stellt eine Fortsetzung der Abbauprozesse dar, die mit der Reife des Blattes beginnen, während der Trocknung weiter ablaufen und in der Fermentation zum Abschluss gebracht werden. Während der Fermentation, auch Gärungsprozess ,werden unerwünschte Substanzen abgebaut, und braune Pigmente weiterentwickelt. Das für das Wachstum unverzichtbare Chlorophyll, die Kohlenhydrate und die Eiweißverbindungen werden abgebaut. Die im Blattgut enthaltene Stärke wird in Zucker gewandelt und der Nikotingehalt reduziert. Der Tabak befindet sich nun in der Phase, die ihm seinen wahren Charakter verleiht.

Zur natürlichen Fermentation zählt:
Die "Stapelfermentation" ( Die Tabakblätter übereinander legen )geeignet von Tabaken für Zigarren und Pfeifentabake. Durch den Eigendruck und die Restfeuchtigkeit erwärmt sich der Tabak je nach Typ bis 40° C, wenn die Temperatur über 50°  C steigt muss man das fermentieren unterbrechen. Die  Fermentationsdauer beträgt 35-40 Tage. In dieser Zeit kann der Geschmack durch zusetzen von Aromastoffen verfeinert werden. Danach können die Tabakblätter, je nach gebrauch (Pfeifentabak )zerkleinert oder (Zigarettentabak ) geschnitten werden. 

Zur künstlichen Fermentation zählt:
Die "Kammerfermentation",( In der Industrie angewendet ) bei der Gärungsprozess beschleunigt und der Tabak mittels Warmluftzufuhr und Dampfzusatz erwärmt wird. Die Fermentation ist bereits nach 3 bis 6 Wochen abgeschlossen.
Um dieses künstliche Fermentation für die eigne Ernte  durchzuführen, kann man sich einen Heizkasten bauen, der mittels einen elektrischen Heizmatte (oder einer Autositzheizung) auf Temperatur gebracht wird. Sie sollte aber an einen Thermostat angeschlossen sein, damit die Temperatur nicht über 40 Grad kommt. und gut belüftet werden.

 

Die Tabakblätter nach der Trocknung beim Fermentieren


 

Das Fermentieren ist besonders wichtig um rauchbare Tabake zu erhalten. Wird dieses nicht durchgeführt bleiben die Eiweißstoffe im Tabak erhalten, und der Tabak schmeckt tatsächlich nach abgebrannten Fingernägel.
Die Tageswerte, die oben beschrieben wurden können sehr unterschiedlich sein. Es kommt auch auf die Trocknungsart und Zeit an. Man kann schon ein wenig experimentieren:
Wichtig ist das der eigne Tabak einen schmeckt.

 

 

 

Nicht über 50 Grad C Eine hohe Luftfeuchtigkeit ist beim fermentieren wichtig Dieses Tabakblatt eignet sich zum fermentieren
Die Temperatur nicht über 50 ° C Eine hohe Luftfeuchtigkeit ist beim fermentieren gut Die Tabakblatter werden gestabelt zum fermentieren

 

Schöne braune Tabakblätter Diese Blätter sind fertig zum weiterverarbeiten
Tabakblätter nach dem fermentieren Für Deckblätter geeignet