Aussaat und Anbau von Tabakpflanzen

 


Die Tabaksaat ist sehr klein und ein Dunkelkeimer Nach der Aussaat müssen die Tabakpflanzen das erste mal pikiert werden Nach dem pikieren wachsen die Pflanzen gut an
Die Tabaksaat Das erste mal muss pikiert werden Nach den ersten pikieren wachsen die Pflanzen gut


Im März in einem beheizten Anzuchtkasten kann man mit der Aussaat des Tabaks anfangen. Die Saat auf die feuchte Erdoberfläche aussäen. Sie vorsichtig mit dem Finger andrücken, aber nicht in die Erde drücken, da die Saat zum Keimen Licht benötigen ( Lichtkeimer ) .An einen hellen, warmen Ort (15 bis 20 Grad), jedoch nicht direkt in die Sonne stellen. Falls die Erde ausgetrocknet ist, ein wenig nachgießen. (Sprühflasche)

Die Keimzeit beträgt 6-10 Tage. Sobald die Keimlinge 1cm Größe erreicht haben, sollten sie einzeln in einen größeren Topf umgepflanzt werden.

Am besten nimmt man die Keimlinge und etwas Erde behutsam mit einem Löffel oder Pikierstab heraus und setzt sie in einen Topf, aus einen Gemisch aus Torf und Sand.

Damit die Pflanze gut Wurzeln schlagen kann, sollten die Töpfe einem Durchmesser von 12-15 cm haben.


Nach den Eisheiligen können die Pflanzen in den Garten 36 Pflanzen Damit sie gut anwachsen müssen sie viel gegossen werden
Nach den Eisheiligen, in den Garten 36 Tabakpflanzen
Ernte,500 Gramm fertiger Tabak
Die Tabakpflanzen  brauchen viel Wasser


Ab Mitte Mai (nach den Eisheiligen) bis in den Juli werden die etwa 8 cm hohen Setzlinge in den Garten gepflanzt. In einen Reihenabstand von 40 cm mit einen Pflanzabstand von 60 cm.  Beim Topfanbau verpflanzt man sie in etwa 40-cm-große Töpfe mit einem Erdgemisch aus drei Teile Komposterde,  und ein Teil Sand. Das gießen nicht vergessen. Tabakpflanzen brauchen viel Wasser.
Optimal ist die Auspflanzung, wenn die Setzlinge etwa 8-10 cm hoch gewachsen sind und 4-6 Blätter tragen. Die Pflänzchen müssen kräftig und gesund erscheinen, schwächere Pflanzen werden später umgepflanzt oder als Ersatz für kümmernde Pflanzen zurückgehalten. Vor dem Auspflanzen muss das örtliche Klima noch berücksichtigt werden: Der Gartenboden sollte schon warm sein, auch tiefere Bodenschichten sollten nicht mehr kalt sein und es darf keine nächtliche Frostgefahr mehr bestehen. Schließlich sollten die vollreif geernteten Zigarettentabake möglichst früh ausgepflanzt werden.
Wichtige Hinweise vorab:
1. Ein gut ausgebildetes Wurzelsystem ist wichtiger für die Fortentwicklung als massige Blätter! Deshalb sollten die Setzlinge 1-2 Wochen vor dem Auspflanzen abgehärtet und etwas trockener gehalten werden, damit sie sich schon an die neuen Lebensbedingungen gewöhnen und ein entsprechend solides Wurzelwerk ausbilden können.
2. Immer einige Setzlinge in Reserve halten, da immer wieder einzelne Pflanzen  meist durch Wurzelbeschädigungen oder Schnecken im Garten eingehen können.
3. Suchen Sie eine möglichst windstille Ecke in Ihrem Garten aus, am besten in der Nähe einer Häuserwand auf der Südseite.
4. Vorbereitung der Setzlinge und des Gartenbeets
Die Gartenerde muss gut gewässert, darf aber nicht nass sein. Daher werden die Setzlinge unmittelbar vor dem Umpflanzen nochmals gegossen
In den Garten kann auf verschiedene Weise gepflanzt werden. Bewährt hat sich dabei ein System mit 30 x 40 cm Abstand: In einer Reihe werden die Setzlinge im Abstand von 40 cm gepflanzt, zwischen den Reihen bleiben 40/60 cm Abstand.

Der Abstand sollte nicht viel geringer sein, weil sich dann die Pflanzen gegenseitig beschatten und feuchte stehende Luft entsteht. Am besten  werden die Beetreihen zuvor mit einer Hacke gelockert und an den Stellen angehäufelt, wo später die Setzlinge hineinkommen. Ein lockerer Boden ist sehr wichtig für die Tabakpflanzen, da die Wurzeln viel Luft benötigen. Ist der Boden leicht und trocken, wird außerdem etwa eine Stunde vor dem Auspflanzen etwas Wasser darüber gegossen - die Erde soll beim Auspflanzen leicht feucht, jedoch nicht schmierig sein. Deshalb sollte auch nicht unmittelbar nach Regenwetter ausgepflanzt werden.


Die ersten Blüten Tabakpflanzen haben auch schöne Blüten Die ersten Sandblätter können geerntet werden
Die ersten Blüten Eine schöne Blüte Die Sandblätter


Die ersten Wochen nach dem Auspflanzen:
Die jungen Pflanzen zeigen an warmen Tagen Welkerscheinungen, wie dies auch schon bei den Setzlingen im Saatbeet möglich ist. Leichtes anwelken tagsüber ist normal und ganz natürlich: Die Pflanzen erholen sich nachts wieder und zeigen diese Erscheinung an feuchten oder bedeckten Tagen nicht.
Im späteren Wachstumsstadium sollte dies aber nicht mehr geschehen. Wenn in den ersten Tagen Pflanzen eingehen, kann dies entweder an beschädigten Wurzeln oder an Schädlingen wie Schnecken, Erdraupen oder Drahtwürmern liegen. Im ersten Fall wird die Pflanze einfach herausgezogen und ersetzt, im zweiten Fall muss erst die Ursache des Verkümmerns beseitigt werden. Würmer werden entfernt, indem großzügig Erde abgetragen wird, gegen Schnecken hilft nur frühmorgendliches Einsammeln oder ein geeigneter Schutz.

Hacken und Gießen:
Besonders wichtig ist das hacken der Erde, damit sie aufgelockert und durchlüftet wird. Das erste hacken erfolgt nach etwa einer Woche, sobald die Pflänzchen richtig angewachsen sind. Das zweite dann etwa 10 Tage später und das dritte hacken nochmals zwei Wochen später. Sobald sich die Pflanze etwa 30 cm hoch ist, besonders schnell wächst und "nach oben schießt" wird "gehäufelt": 

Beim Hacken wird die Erde dabei an den Stängel herangezogen, so dass sich ein Haufen bildet.
Er gibt der Pflanze mehr Halt und regt die Bildung neuer Seitenwurzeln am Wurzelhals und am untersten Stängelteil an.
Die großblättrige Tabakpflanze benötigt zu ihrem Wachstum neben Licht und Wärme auch viel Wasser. In Dürreperioden muss daher gegossen werden.