Kiel Nord

Bericht über richards-garten.de im Anzeigenblatt Kiel Nord

Friedrichsort

Gartenarbeit sorgt für Freude im Frühling

Ein Igel im Garten
Herbstlaub sollte man nicht überall akribisch entfernen. Lässt man es an für den Menschen ungefährlichen Stellen liegen, bietet es Schutz für den Boden und viele Organismen. 
"Wie bringe ich meine Rosen über den Winter?" und "Was mache ich mit dem vielen Obst und Gemüse, das ich
geerntet habe?". Das sind die Fragen, die sich Hobbygärtner in diesen Tagen stellen. Denn bevor frostige Zeiten
anbrechen, muss der Garten gut gerüstet sein, um im Frühjahr wieder zu neuem Leben erweckt zu werden.

Seit 30 Jahren beschäftigt sich Richard Niegsch intensiv mit dem Thema Garten. Und das, obwohl, so Niegsch, "ich eigentlich gar keine Lust auf Gartenarbeit hatte". Das hat sich mit den Jahren aber drastisch geändert. Der Niegsche Garten ist ein blühendes und grünendes Kleinod. Und auch Tabak gehört zu den erfolgreichen Anpflanzungen des Friedrichsorters. Der hat sich viel selber erlesen, manches ausprobiert und viele Tipps von den Nachbarn in seiner Siedlung bekommen. Die gibt er auch gerne an andere weiter.

"Wer kann, sollte auf jeden Fall "kompostieren", rät Niegsch, denn seine kompostierten Pflanzenreste sorgen dafür, dass er bei den meisten Pflanzen keinen zusätzlichen Dünger braucht. Wer Gemüse im Garten zieht, sollte, bis der erste Frost anbricht, auf jeden Fall erst mal ernten.
Mohrrüben, Zwiebeln, Porree und Kohlrabi, die nicht gleich verarbeitet werden können, müssen nicht zwangsläufig bei den Nachbarn oder später auf dem Kompost landen. Auch ist es wenig empfehlenswert, Mohrrüben oder Kohlrabi im rohen Zustand einzufrieren.

Niegsch: "Man kann das Gemüse den ganzen Winter über frisch und knackig halten, indem man sich eine Miete einrichtet." Also ein Erdloch, in das die Ernte gelegt und später mit Stroh bedeckt wird. Auch Niegsch wollte zuerst nicht an den Tipp aus der Nachbarschaft glauben, bis er ihn selber ausprobierte. Und tatsächlich, so Niegsch: "Es klappt wunderbar." Hat man dann geerntet und gelagert, empfiehlt es sich, die Erde der Gemüsebeete aufzulockern und mit einjähriger Komposterde zu bedecken. Äpfel wiederum werden am idealsten zwischen drei und acht Grad plus gelagert.

Wer schon mal für einen bunt blühenden Garten im kommenden Frühjahr vorsorgen will, sollte jetzt schon Tulpen, Narzissen, Hyazinthen, Winterlinge und Schneeglöckchen stecken. Stockrosen sollten mit Stroh eingepackt und so an frostigen Tagen geschützt werden. Das gilt auch für Kübelpflanzen, 
die zu groß sind, um irgendwo im Haus den Winter zu überdauern. Schutz und Wärme für Pflanzen aller Art bietet aber auch das Herbstlaub. Die Empfehlung von Niegsch: "Das Laub sollte nicht immer gleich sorgfältig zusammen geharkt und entsorgt werden." Immer wieder machen Hobbygärtner den Fehler, ihre Rosen im Herbst zu weit zurückzuschneiden. Niegsch: "Bei den Rosen sollten jetzt nur die verblühten Blüten zurückgeschnitten werden." Im Frühjahr kann man sie dann auf drei oder vier Augen zurückschneiden.

Und wer Exoten im eigenen Garten schätzt, muss auch einiges beachten. Niegsch: "Es gibt ja schon viele exotischere Pflanzen wie die Kiwi, die frostfest sind." So nennt der Friedrichsorter auch eine frostfeste Himalaja- Palme sein Eigen. Andere aber, wie etwa die Trompetenbäume sollten zuerst zurückgeschnitten und dann frostfrei gelagert werden.

Und wer trotzdem nicht weiß, was er mit seinem gigantischen Kürbis oder seiner übermäßigen Mohrrüben-Ernte anfangen soll, sollte einen Blick auf die Homepage des Friedrichsorters werfen. Der gibt zusammen mit seiner Frau unter www.richards-garten.de wertvolle und vor allem auch leckere Tipps.