Mulchen- eine schützende Decke für den Boden


Mulchen mit Stroh
Mulchen mit Stroh Mulchen mit Häckselschnitt Mulchen bei den Erdbeeren

 

Das Mulchen gehört zu den wichtigsten Gartenarbeiten, ganz gleich, ob Obst oder Gemüse angebaut wird. Früher wurde unter Obstbäumen, Beerensträuchern und zwischen den Gemüsereihen gehackt, das heißt der Boden wurde oberflächlich gelockert, heute mulcht man, wo immer es sich anbietet. Dies ist eine der Natur abgeschaute Methode der Bodenpflege, denn in der freien Landschaft gibt es keinen offenen Boden, rasch siedeln sich sonst dort Pflanzen an.
Ein offener Boden, der ständig der Witterung ausgesetzt ist, wird in seiner oberen Schicht steril, tot. Erst nach wenigen Zentimetern beginnt die lebendige Schicht. Anders, wenn eine Mulchdecke aufgebracht wird. Dann beginnt das Leben unmittelbar unter dieser Decke, die aus organischen Materialien bestehen kann. Diese günstige Wirkung bleibt aber nicht nur auf das Bakterienleben beschränkt. Man braucht die Mulchdecke nur ein wenig anzuheben und ist erstaunt, wie viele Kleintiere, vor allem nützliche Regenwürmer, sich dort tummeln.
 Eine Mulchdecke schützt das Bodenleben und die Bodenstruktur. Ganz gleich, ob die Sonne herunterbrennt oder ob Gewittergüsse niedergehen, die Mulchdecke wirkt wie eine Isolierschicht. Der Boden dörrt nicht aus, die Krümelstruktur wird durch den Aufprall der Wassertropfen nicht zerschlagen. Auch Temperaturschwankungen, die selbst im Sommer auftreten können, Schafskälte im Juni, werden durch eine Mulchdecke abgefangen. Ein weiterer Vorteil, die Feuchtigkeit bleibt unter einer Mulchdecke lange erhalten. Während offner Boden das Wasser rasch an die Luft abgibt, wird durch eine Mulchdecke die Verdunstung eingeschränkt. Das Wasser kommt weitgehend den Pflanzenwurzeln und Bodenorganismen zugute. Nur ganz selten braucht man gemulchte Flächen auf Unkräuter durchsehen.
Mulchen im Gewächshaus
Zu den Gemüsesarten, denen Mulchen besonders gut bekommt, zählen vor allen die Tomaten. Man braucht nur einmal die Erde ein wenig wegzunehmen und wird feststellen, dass   das Wurzelwerk sehr flach verläuft. Der Boden trocknet den Sommer rasch aus, die Tomaten schlappen oft bereits   am Nachmittag und müssen deshalb täglich gegossen werden. Ganz anders, wenn gemulcht wird. In diesen Fall genügt es selbst während der heißen Sommermonate, wöchentlich ein- bis zweimal durchdringend zu gießen. Es wird eine menge Arbeit und Wassergespart. Das gleiche gilt für Paprika, Treibhausgurken und Sellerie.


Tomaten mit Stroh gemulcht Paprika mot Stroh gemulcht Die Erde bleibt länger feucht
Tomaten mit Stroh gemulcht Paprika gemulcht Die Erde bleibt länger feucht

 

Aubergine gemulcht Die ersten frühen Tomaten Die Bodentemperatur ist höher
Aubergine  gemulcht Die erste Ernte ist früher Die Bodentemperatur ist höher