Die natürlichen Spritzmittel (Jauchen und Brühen gegen Schädlinge) und als Dünger

 

Angestzte Brennnesseljauche Die festen Bestandteile werden herausgenommen Die Gehrung ist in vollen Gange
Brennnessel- Jauche Die festen Bestandteile werden herausgenommen Die Gärung ist in vollem Gange


Brennnessel- Jauche

Um in einem naturnahen Garten zu einem preiswerten und guten Dünger zu kommen, eignet sich die Brennnessel- Jauche hervorragend. Sie ist stickstoff- und kalihaltig. Bei der Anwendung ist Vorsicht angebracht um Verbrennungen und zu schnelles Treiben von Keimlingen zu vermeiden. Durch Verdünnung können milde Jauchelösungen hergestellt werden. Man kann sie selber herstellen. Es werden Brennnessel frischgeschnitten (vor der Blüte ) und in einem Kunststoff- oder Steingut- Topf locker eingefüllt. Mit (Regen-) Wasser 3/4 auffüllen und diesen Sud bis zur Gärung (Schäumt dann auf) stehen lassen. Das Fass an einen sonnigen Platz stehen lassen und täglich umrühren. Die Jauche wird unangenehm riechen und soll deshalb mit einer handvoll Steinmehl überstreut werden. Nach ungefähr 1 1/2 bis 3 Wochen ist sie zum Gebrauch fertig. Sie hat eine dunkle Farbe angenommen und schäumt nicht mehr. Jetzt kann sie auch mit einem Deckel zugedeckt werden. Vor der Verwendung muss sie abgemessen und verdünnt werden. Normalerweise im Verhältnis 1:10, bei empfindlichen Gewächsen 1:20.
Man kann auch der Brennnessel- Jauche  andere Kräuter zusetzen, zum Beispiel Schachtelhalm, Löwenzahn oder die Blätter von Porree und Rhabarber.


Bei Läusebefall:


Brennnessel - Wasser: 1 Kübel mit frischen Brennnesseln und kalten Wasser ansetzen, 12-24 Stunden stehen lassen, und dann unverdünnt ausspritzen. Oder die Schmierseifen- Brühe: 150-300 gr. reine Schmierseife in 10 Liter heißem Wasser verrühren und etwas abkühlen lassen. Ungefähr 1/2 Liter Brennspiritus zugeben und nach dem Erkalten unverdünnt spritzen.

Bei Kohlweißlingen:

Zwei handvoll Tomatenblätter zerdrücken und mit 2-3 Litern Wasser übergießen. Drei Stunden ziehen lassen, die Blätter absieben und unverdünnt spritzen.

Bei Pilzbefall:

Man mischt eine Schachtelhalmbrühe aus 1 kg frischem Kraut oder 150 gr. getrocknetem Schachtelhalm. Sie setzt man in 10 Liter Wasser an und lässt sie dann 24 Stunden stehen. Am nächsten Tag die Brühe ungefähr 1 Stunde kochen lassen, nach dem Erkalten durchsieben und im Verhältnis 1:5 verdünnt spritzen.

Bei Nemathodenbefall:

Regelrechter Bodenreiniger und Nemathodenkiller ist eine Mischung von Tagetees und Ringelblumen. Sie eignet sich daher besonders zur Aussaat auf Flächen, auf denen lange Jahre Rosen gestanden haben und wieder Rosen gepflanzt werden sollen.